Anlässlich seines letzten Albums „gleichgewicht“ urteilte die renommierte Fachzeitschrift „Musikexpress“ im Juni 2001: „Und so ist das mittlerweile achte Album des Sängers und Schauspielers denn auch voller fein gestreuter Zitate. Das aber tut der Eigenständigkeit keinen Abbruch, im Gegenteil: Hier hat einer seinen ganz eigenen Weg gefunden – und dabei heimlich, still und leise die gesamte deutschsprachige Konkurrenz abgehängt.“

Mit seiner ihm eigenen Konsequenz hat der am 13.11.1958 in München geborene und 2005 mit dem begehrten „Bayerischen Fernsehpreis“ sowie dem „Deutschen Fernsehpreis“ ausgezeichnete Musiker und Schauspieler Michael Fitz seit Herbst 2004 an seinem neunten Album „HOAM“ gearbeitet.

Spannendes Neuland konnte er dabei entdecken. Da ist zum einen die so überraschende wie erfüllende Erfahrung, dass man eine solche Produktion fast völlig ohne Zeit– und Termindruck mit sehr viel Spaß und entsprechendem hochkreativen Ergebnis auch „zu Hause“ in den eigenen vier Wänden und nicht etwa in teuren Mietstudios machen kann. Spannend auch, dass Michael Fitz als Instrumentalist sämtliche Gitarrentracks auf „HOAM“ höchstpersönlich eingespielt hat, um seiner Musik auch hier eine ganz eigene Note zu geben. Die größte Überraschung dürfte allerdings sein, dass er für seine Texte diesmal den bayerischen Dialekt entdeckt hat. Eigentlich war es ein Zufall, sagt er: „Ich wollte mal probieren, Texte von Damien Rice und Mike Scott aus dem Englischen ins Deutsche zu übersetzen und hab’s aus Spaß auch mal bayrisch versucht. Dabei ist mir aufgefallen, wie gut und auch für ‚Nordlichter’ verständlich, ich mich in bayrisch ausdrücken kann und wie rund und natürlich das dann gesungen klingt.“

„HOAM“ ist ein musikalischer Rundgang durch verschiedenste Befindlichkeiten der menschlichen Seele. Sparsam und stimmig instrumentiert sind diese elf Songs, zart und sensibel, eindinglich oder aber laut und lebensfroh, mit einer oft eigenwilligen und manchmal ungewohnt eckigen Mischung aus Gitarre, Akkordeon, Hackbrett, Violine, Percussion aber auch so exotischen Instrumenten wie Kalimba oder Kontrabassklarinette. Jedes Stück ist sein eigener magischer Moment, festgehalten mit Sorgfalt und dem unbedingten Ziel, diese Magie bis zum Ende (ob auf der CD oder aber im Konzert) zu bewahren und noch zu verstärken. Die Texte sind erlebt, erfahren, gefühlt, das spürt man. Nicht die „Großen“, sondern die grundlegenden Gefühle sind da beschrieben.

• Die Angst, die Feigheit sich zu zeigen bei "hintam zaun“
• Die nie endende Sehnsucht endlich anzukommen, zu Hause zu sein, bei „HOAM“
• Die Isolation, das Abgeschnitten sein in „da wind“
• Vom ewigen Zweifel an sich selbst, am Anderen und überhaupt an allen Anderen erzählt „was i bin “
• Die Bedürftigkeit, das Spiel mit Macht und Ohnmacht und die Leere, die dieses hinterlässt, bringt „laß mi nei“ zum Ausdruck
• Vom Selbstmitleid, der Sturheit und der Verweigerung im ganz-normal-sein spricht „dumma bua“
• Und wenn einer schüchtern ist , mag er nicht teilen und eben auch nicht „danzn“
„winta werds“ erzählt von der Trauer darüber, dass die Liebe nicht bleiben will, niemand sie festhalten kann und nichts passiert, damit sich an dieser Ausweglosigkeit etwas ändert
• Selbstgerecht und ignorant ist es, wenn man nicht sehen will, was wirklich gerade ist, wenn man den „fliaga“ überm Haus nicht mehr hört und den Menschen an der Tür nicht mehr kennt oder anders gesagt: Wer nicht hören will, muss fühlen!
• Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht oder eben die Liebe, wenn sie direkt vor einem steht, in „nix gseng“
• Und was ist dann, wenn alles gefühlt ist, wenn all das Platz in einem bekommen hat? „was bleibt üba?“ heißt es dann am Schluss auf “HOAM“.

Da bleiben mehr offene Fragen als dass es Antworten gäbe. Michael Fitz liefert keine Rezepte, will es gar nicht besser wissen. Er schaut nur hin, spürt hin, sucht, schaut dem Leben ausgiebig ins Gesicht und liefert einen Spiegel, in dem sich jede/r selbst erkennen kann, wenn er/sie will. Und wer weiß? Vielleicht findet er/sie irgendwann nach Hause... oder wie Michael Fitz sagt: „HOAM“.

Wichtigster musikalischer Weggefährte bei der „HOAM“-Produktion war der 40jährige Schlagzeuger und Percussionist Wolfgang Lohmeier, der die Songs mit einer Reihe ausgefallener Percussion-Instrumente und allerlei Schlagwerk gefühlvoll und stilsicher rhythmisch abrundete. Ab 17. November 2005 präsentiert Michael Fitz seine Songs aus „HOAM“ ganz reduziert und nah, nur mit Gitarre und begleitet von Wolfgang Lohmeier. Die genauen Termine entnehmen Sie bitte der Michael Fitz - Homepage www.michael-fitz.de.
Für Festivals und spezielle Events wird Michael Fitz „HOAM“ ab 2006 auch mit einer siebenköpfigen Band auf die Bühne bringen. Auszüge aus dem HOAM-Bandprogramm wird es erstmalig am 23. Dezember 2005 beim diesjährigen Benefizkonzert der drei BR-TATORT-Kommissare in der Münchner Muffathalle zu hören geben.

Unter www.michael-fitz.de liegen Vorab-mp3s aus „HOAM“ zum kostenlosen Download bereit. Bestellen kann man „HOAM“ und selbstverständlich auch die bisher veröffentlichten Michael Fitz-Alben unter www.fitzshop.de.

 

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